Thermostat der Heizung
Thermostat der Heizung

Foto: Alexandra Koch – Pixabay

Was ist richtig, was ist falsch?

Heizung erneuern

Dieter Gerlach

Liste 5, Platz 17

Das Heizungsgesetz hat 2024 die Emotionen und Diskussionen in Deutschland befeuert. Für Hausbesitzer stellt sich daher die Frage was soll ich tun: neue Gasheizung, Wärmepumpe, Pellets oder …?

Insbesondere der öffentlich diskutierte und kritisierte „Staatliche Zwang zum Umstieg auf die Wärmepumpe“ hat zum Hochkochen der Emotionen und ­Gegenteil von dem geführt, was man eigentlich erreichen wollte. Diese Entscheidungen sollte man aber besser nüchtern und rational und nicht emotional treffen, sonst zahlt man einen hohen Preis!

Die Kosten einer neuen Gasheizung sind im Vergleich zu möglichen Alternativen zunächst erst mal günstig.

CO2-Kosten und Förderung ändern langfristig aber alles. Obwohl die Investitionskosten einer Wärmepumpe je nach Haus das Drei- bis Vierfache einer neuen Gasheizung betragen, wird über die Lebenszeit der neuen Heizungsanlage durch steigende Gas- und Gasnetzkosten und demgegenüber bei Wärmepumpen wegfallenden Kosten und den geltenden Fördersätze das Heizen mit Wärmepumpen langfristig deutlich preiswerter! Die wahren Kosten der Gasheizung können sich verdreifachen!

Auch verfügbare Fern- und Nahwärme ebenso wie Pellets­heizungen (wenn genügend Platz vorhanden ist) können eine sinnvolle Alternative zur Gasheizung sein. Hier ist die Wärmeplanung der Kommune zu berücksichtigen.

Das Thema ist zu komplex um es in einem kurzen Artikel im nötigen Umfang darzustellen, daher bieten wir unseren Energiedialog am 27. Oktober an. Dort werden wir Ihre Fragen hierzu gerne beantworten.

Fazit: Trotz höherer Investitionskosten ist die Wärmepumpe bei Förderung langfristig oft günstiger als eine neue Gasheizung – mit deutlich besserer Klimabilanz. Angesichts der Gaspreisentwicklung und politischer Rahmenbedingungen ist der Umstieg bei einer anstehenden Erneuerung sinnvoll.

Energiewende in Aschaffenburg: Wir handeln statt nur zu reden!